Hey Omi, ich bin’s! · KI-Beispiele
Video · eine Minute
Eine Enkelin, die es nicht gibt
Sie sagt „Hey Omi, ich bin’s!“ und hält ihren Ausweis in die Kamera. Gesicht, Stimme, Zimmer und Ausweis stammen aus dem Computer. Das Video zeigt in einer Minute, warum ein Videoanruf heute nichts beweist und was dann hilft.
Stand: 14. Oktober 2026. Lara ist in jedem Bild als KI-generiert gekennzeichnet.
Was das Video zeigt
- 0 bis 10 Sekunden Eine neue Videonachricht. Eine junge Frau lächelt in die Kamera, sagt „Hey Omi, ich bin’s!“ und hält einen Personalausweis hoch. Dazu: „Ein Gesicht. Eine Stimme. Ein Ausweis.“
- 10 bis 18 Sekunden Das Bild friert ein und wird grau. „Lara gibt es nicht. Gesicht, Stimme, Zimmer und Ausweis stammen vom Computer. In wenigen Minuten erzeugt, mit einem Programm, das jeder nutzen kann.“
- 18 bis 29 Sekunden Der Ausweis, zum genauen Hinsehen. „Name, Geburtsdatum, Foto, Unterschrift: alles erfunden. Wer per Video anruft oder ein Ausweisfoto schickt, beweist damit nichts.“
- 29 bis 35 Sekunden „Eine vertraute Stimme am Telefon ist heute kein Beweis mehr. Ein Video auch nicht.“
- 35 bis 45 Sekunden Die drei goldenen Regeln aus dem Buch, dazu: „Und immer nach dem Codewort fragen.“
- 45 bis 60 Sekunden Das Buch „Hey Omi, ich bin’s!“: große Schrift, 268 Seiten, 18 Maschen, 42 Fälle zum Üben, Notfallblatt und Codewort-Karten. Jetzt im Buchhandel, 24,90 €.
Warum Sie Bild und Ausweis nicht trauen können
- Ein Gesicht beweist nichts. Gesicht, Stimme und Zimmer in diesem Video hat ein Computer erzeugt.
- Ein Ausweis vor der Kamera beweist nichts. Auch er ist erfunden, mitsamt Name und Nummer.
- Kleine Fehler im Bild helfen Ihnen nicht. Mit jeder neuen Programmversion werden sie seltener.
Die drei goldenen Regeln
- Legen Sie auf. Wer anruft und Druck macht, bekommt keine Antwort.
- Rufen Sie selbst zurück. Unter der Nummer, die Sie selbst kennen. Selbst eintippen, ohne Rückruftaste.
- Geben Sie nie Geld oder Wertsachen an Fremde. Auch nicht an Boten, an der Haustür oder per Paket.
Und immer nach dem Codewort fragen. Wer es nicht kennt, ist nicht die Familie, auch nicht mit der richtigen Stimme. Wie Sie das Wort vereinbaren, steht im Ratgeber Familien-Codewort.
Aus dem Buch
Hey Omi, ich bin’s!
Teil 1 des Buchs erklärt in drei Kapiteln, was Computer heute können: Stimmen nachmachen, Gesichter und Videos fälschen, perfekte Briefe und Nachrichten schreiben. Danach kommt, was dagegen hilft, mit 42 Fällen zum Üben.
268 Seiten · 24,90 € · erschienen am 23. Oktober 2026 bei BoD · ISBN 978-3-6963-6145-7
Fragen und Antworten
Ist die Frau im Video echt?
Nein. Gesicht, Stimme, Zimmer und Ausweis stammen vom Computer. Lara gibt es nicht. Das Video ist in jedem Bild mit ihr als KI-generiert gekennzeichnet.
Beweist ein Videoanruf, dass wirklich meine Enkelin anruft?
Nein. Wer per Video anruft oder ein Ausweisfoto schickt, beweist damit nichts. Legen Sie auf und rufen Sie selbst zurück, unter der Nummer, die Sie kennen.
Woran erkenne ich ein KI-Video?
Kleine Fehler im Bild helfen Ihnen nicht. Mit jeder neuen Programmversion werden sie seltener. Sicher sind das Familien-Codewort und der eigene Rückruf.