Hey Omi, ich bin’s! · Presse
Pressemeldung · 23. Oktober 2026
„Hey Omi, ich bin’s!“ ist erschienen
„Ich erkenne doch meinen Enkel.“ Für unsere Eltern und Großeltern war das jahrzehntelang die sicherste Prüfung am Telefon. Inzwischen machen Betrüger mit künstlicher Intelligenz Stimmen nach, fälschen Videos und schreiben Briefe im Namen jeder Bank, ohne einen einzigen Fehler.
Am 23. Oktober 2026 ist mein Buch „Hey Omi, ich bin’s!“ bei BoD erschienen, ein Ratgeber in großer Schrift für Menschen ab 60 und ihre Familien. Hier zeige ich, was darin steht, wie solche Anrufe ablaufen und was hilft, wenn das Telefon klingelt. Und wie Sie mit Ihren Eltern darüber ins Gespräch kommen, ohne sie zu bevormunden.
Pressekontakt und Bildmaterial stehen am Ende dieser Seite.
Auf einen Blick
- Titel
- Hey Omi, ich bin’s!
- Autor
- Tobias Kremp
- Verlag
- BoD · Books on Demand
- Erschienen
- 23. Oktober 2026
- Ausgabe
- Taschenbuch, 17 × 22 cm, 268 Seiten, große Schrift
- Ausstattung
- 24 Kapitel, 26 Zeichnungen, 42 Fälle zum Üben, Seiten zum Heraustrennen
- ISBN
- 978-3-6963-6145-7
- Preis
- 24,90 Euro
- Bezug
- In jeder Buchhandlung über die ISBN und im BoD-Buchshop
01 | Was künstliche Intelligenz heute kann
Ein Video, ein Gespräch und ein Brief: Alle drei hat ein Computer erzeugt, mit Programmen, die jeder nutzen kann. Ich habe jedes Beispiel gekennzeichnet. Betrüger tun das nicht.
Eine Enkelin, die es nicht gibt. Die junge Frau im Video sagt „Hey Omi, ich bin’s!“, lächelt und zeigt ihren Personalausweis. Nichts davon ist echt. Gesicht, Stimme, Zimmer und Ausweis kommen aus dem Computer, mitsamt Name und Ausweisnummer. Mit genau diesem Satz beginnt der klassische Enkeltrick.
Ein Gesicht und ein Ausweis vor der Kamera beweisen deshalb nichts mehr. Auch auf kleine Fehler im Bild sollten Sie sich nicht verlassen, denn mit jeder neuen Programmversion werden sie seltener.
Ein Gespräch über dieses Buch. Zwei Stimmen unterhalten sich knapp fünf Minuten lang über den Ratgeber, mit Pausen, Lachen und dem einen oder anderen „äh“. Die beiden gibt es nicht. Ein Computer hat das Gespräch aus Unterlagen zum Buch erzeugt und sich dabei mehrfach geirrt, so selbstsicher, wie er an anderer Stelle Richtiges sagt. Acht dieser Fehler habe ich bewusst dringelassen. Hören Sie selbst, ob Sie sie finden.
Ein Brief vom Amt, das es nicht gibt. Briefkopf, Aktenzeichen, Paragraf und Frist hat ebenfalls ein Computer geschrieben, fehlerfrei und im typischen Ton einer Behörde. Das Gesetz, auf das sich der Brief beruft, steht dagegen wirklich im Sozialgesetzbuch. Mit dieser Mischung aus Echtem und Erfundenem arbeiten Betrüger gern.
Ein paar Dinge verraten den Brief trotzdem. Er setzt schon im ersten Schreiben eine Frist und droht mit Folgen. Außerdem will er Angaben zu Konto, Ausweis und Rentenversicherung, und das nur über den QR-Code oder die Telefonnummer, die im Brief stehen. Wer so etwas bekommt, reagiert darauf nicht. Er ruft bei der Stelle an, die ihm sonst zur Rente schreibt, mit der Nummer vom letzten echten Bescheid, und fragt dort nach. So stellt sich schnell heraus, dass es den Absender gar nicht gibt.
02 | So läuft ein Schockanruf ab
Bei Ihrer Mutter klingelt das Telefon. Eine junge Frau weint, klingt wie Ihre Tochter und erzählt von einem Unfall. Dann übernimmt ein Mann, der sich als Polizist vorstellt, und spricht von einer Kaution. Jedes Wort in diesem Gespräch kann erfunden sein, bis hin zum vertrauten Klang. Das FBI hat schon im Dezember 2024 öffentlich davor gewarnt, dass Kriminelle mit kurzen Tonaufnahmen die Stimmen von Angehörigen nachbilden und damit einen Notfall vortäuschen.
Wie viel Geld dabei verloren geht, zeigen die Zahlen des Bundeskriminalamts. 2025 zählte es 4.798 Enkeltricks und Schockanrufe mit einem Schaden von rund 49 Millionen Euro. Im Jahr davor waren es 6.658, bei rund 46,4 Millionen Euro. Der Schaden ist gestiegen, obwohl die Zahl der Taten gesunken ist. Falsche Polizeibeamte erbeuteten in 4.646 Fällen weitere 49,5 Millionen Euro. Mitgezählt ist dabei nur, was jemand bei der Polizei angezeigt hat. Weltweit lohnt sich die neue Technik für die Täter: Laut INTERPOL bringen Maschen mit künstlicher Intelligenz schätzungsweise viereinhalbmal so viel ein wie herkömmliche.
Im Buch erkläre ich das Nachmachen von Stimmen mit einem Bild: Der Computer der Betrüger ist wie ein Papagei, der jeden Satz spricht, den man ihm eintippt.
Eine Garantie gegen Betrug gibt es nicht. Wer aber weiß, worauf es ankommt, und die wichtigsten Schritte einmal durchgespielt hat, ist gut vorbereitet.
03 | Was hilft, wenn das Telefon klingelt
Am besten liegt das Notfallblatt schon neben dem Apparat, bevor es ernst wird. Das Codewort ist vereinbart, die wichtigen Nummern sind gespeichert. Das Buch hilft Ihnen und Ihren Eltern, das in Ruhe und auf Augenhöhe vorzubereiten.
Für Anrufe gibt es drei goldene Regeln. Im Buch stehen sie auf einer eigenen Seite zum Heraustrennen, damit sie an die Pinnwand neben dem Telefon kommen:
- Legen Sie auf. Wer anruft und Druck macht, bekommt keine Antwort.
- Rufen Sie selbst zurück. Unter der Nummer, die Sie kennen, von Hand eingetippt, ohne Rückruftaste.
- Geben Sie nie Geld oder Wertsachen an Fremde. Auch nicht an Boten, an der Haustür oder per Paket.
Dasselbe rät die Polizeiliche Kriminalprävention: im Zweifel auflegen, unter der bekannten Nummer zurückrufen und im Notfall die 110 wählen. Echte Polizeibeamte verlangen am Telefon nie Geld.
Das Familien-Codewort. Wenn die Stimme nichts mehr beweist, braucht die Familie ein anderes Erkennungszeichen: ein Wort, das nur sie kennt und das nirgends im Internet steht. Genau das empfiehlt auch das FBI.
Im Buch geht das so: Setzen Sie sich mit Ihren Eltern zusammen, beim nächsten Sonntagsessen oder am Telefon, und suchen Sie gemeinsam ein Wort aus. Ein alter Familienwitz eignet sich gut. Der Name des Hundes, der Geburtsort und alles, was bei Facebook steht, scheiden aus. Wer in Not anruft, nennt zuerst das Codewort. Kommt es nicht, legen Ihre Eltern auf und rufen selbst zurück.
Für Kinder und Enkel gibt es noch etwas zu bedenken. Jede Sprachnachricht und jedes Video, in dem Ihre Stimme zu hören ist, kann als Vorlage für einen Stimmklon dienen. Das Codewort schützt Ihre Eltern auch dann, wenn solche Aufnahmen im Netz bleiben. Dazu gehört ein Satz, den Mutter und Vater einmal von Ihnen hören sollten:
„Wenn ich jemals um Geld bitte, ohne das Wort zu sagen, bin ich es nicht.“
04 | Was im Buch steht
Das Buch erklärt in 24 kurzen Kapiteln, was die neue Technik kann und wie 18 verbreitete Maschen ablaufen, am Telefon, an der Haustür, im Briefkasten und auf dem Handy. Jedes davon ist gleich aufgebaut. Zuerst lesen Sie, wie der Anruf klingt oder der Brief aussieht. Dann erkläre ich, was dahintersteckt und wie der Computer den Betrügern dabei hilft. Danach folgt, woran Sie die Masche erkennen und was Sie tun. Am Ende steht ein Satz zum Merken.
Die Schrift ist 15,5 Punkt groß, die Absätze sind kurz, das Wichtigste ist in Kästen hervorgehoben. Eine Lupe brauchen Sie nicht. Dazu kommen 26 Zeichnungen, die den Trick jeder Masche auf einen Blick zeigen, und 42 Fälle zum Üben, jeweils mit Auflösung. Zum Heraustrennen gibt es ein Notfallblatt, die drei goldenen Regeln und zwei Codewort-Karten, zum Ausfüllen einen Sicherheitsplan für die ganze Familie. Schritt für Schritt zeigt das Buch außerdem, wie man ein iPhone oder ein Android-Handy sicher einstellt.
Innen ist das Buch schwarzweiß gedruckt. Farbig sind die Seiten zum Heraustrennen und die Anfänge der einzelnen Teile. Das ganze Buch können Sie kostenlos im Browser lesen, jede Seite in Farbe.
Vorn im Buch steht der Schnellfinder. Jede Zeile beschreibt, was gerade passiert, daneben findet sich die passende Stelle. Klingt die Stimme am Telefon genau wie die Ihres Kindes oder Enkels, verweist er auf Seite 22, bei einem Anruf der Bank, die eine Freigabe will, auf 76.
Ein eigener Teil richtet sich an Kinder und Enkel: wie Sie das Thema ansprechen, ohne zu bevormunden, und was Sie gemeinsam einrichten. Ein weiterer hilft, wenn es doch passiert ist. Er erklärt, was in der ersten Stunde zählt, wie eine Anzeige abläuft und warum es sich lohnt, darüber zu sprechen.
Für den Ernstfall: Karte sperren unter 116 116, rund um die Uhr und vom Festnetz kostenlos. Polizei unter 110. Das Opfer-Telefon des WEISSEN RINGS erreichen Sie täglich von 7 bis 22 Uhr unter 116 006, gebührenfrei und anonym.
05 | Vier Fälle zum Selbstlösen
So übt Ihre Mutter mit dem Buch: Sie liest eine kurze Szene und entscheidet, ob sie echt ist oder Betrug. Die Auflösung steht jeweils darunter. Probieren Sie es ruhig selbst.
Fall 1Abends ruft Ihr Enkel an. Er klingt wie immer, ist aufgeregt und braucht bis morgen 2.000 Euro. Als Sie nach dem Codewort fragen, sagt er, das habe er vergessen.
Betrug. Die Stimme beweist nichts, und ohne Codewort gibt es kein Geld. Legen Sie auf und rufen Sie Ihren Enkel unter der Nummer an, die Sie kennen.
Fall 2Ein junger Mann ruft weinend an: „Mama, ich hatte einen Unfall.“ Dann übernimmt ein Polizist. Für eine Kaution von 30.000 Euro komme gleich ein Kollege vorbei.
Betrug. Die Polizei verlangt am Telefon keine Kaution, und niemand holt Geld bei Ihnen ab. Legen Sie auf, rufen Sie Ihr Kind selbst an und danach die 110.
Fall 3Ihr Enkel meldet sich mit seinem Namen, fragt, ob er am Wochenende vorbeikommen darf, und nennt von sich aus das Codewort.
Echt. Er sagt das Wort, ohne dass Sie danach fragen müssen, und will kein Geld. Genau so ist es abgesprochen.
Fall 4Ihre Bank ruft an. Jemand habe Zugriff auf Ihr Konto. Sie sollen in Ihrer App eine Freigabe bestätigen, damit die Bank es sperren kann.
Betrug. Ihre Bank bittet Sie am Telefon nie, etwas freizugeben. Lehnen Sie ab und rufen Sie dort unter der Nummer auf Ihrer Karte an.
Im Buch warten 38 weitere Fälle, jeder mit Auflösung. Wer sie einmal durchgespielt hat, erkennt die Muster wieder, auch wenn die Stimme vertraut klingt.
06 | Verschenken und bestellen
Viele Kinder und Enkel kennen das: Man möchte die Eltern warnen und dabei nicht belehrend klingen. Das Buch spricht Mutter und Vater als erfahrene Menschen an, die eine neue Gefahr kennenlernen, ohne Angstmacherei und ohne erhobenen Zeigefinger.
Vorn ist Platz für eine persönliche Widmung. Am besten vereinbaren Sie das Codewort gleich bei der Übergabe und füllen den Sicherheitsplan gemeinsam aus. Das dauert ungefähr so lange wie eine Tasse Kaffee.
„Hey Omi, ich bin’s!“ ist am 23. Oktober 2026 bei BoD erschienen. Das Taschenbuch hat einen Umschlag mit fühlbarer Prägung, misst 17 × 22 cm und kostet 24,90 Euro. Sie bekommen es im BoD-Buchshop und in jeder Buchhandlung, am schnellsten mit der ISBN 978-3-6963-6145-7.
Das Buch richtet sich an Menschen ab 60 und an ihre Familien. Ein Handy oder Online-Banking braucht dafür niemand. Anrufe, Besuche an der Haustür und Briefe betreffen jeden, die Kapitel zu Smartphone und Computer lassen sich überspringen.
Für einen Verein, eine Kirchengemeinde oder einen Seniorentreff bestellt jede Buchhandlung auch mehrere Exemplare. Der Preis ist gesetzlich gebunden, auch bei größeren Stückzahlen. Bei Fragen dazu schreiben Sie mir an kontakt@digitale-enteignung.de.
07 | Kostenlos zum Ausdrucken
Auf der Buchseite liegen kostenlos und ohne Anmeldung die drei goldenen Regeln für die Pinnwand, Notfallblatt und Codewort-Karte sowie der Sicherheitsplan. Ausdrucken und Weitergeben ist ausdrücklich erwünscht.
Das Buch
Hey Omi, ich bin’s!
Ein Ratgeber in großer Schrift für Menschen ab 60 und ihre Familien, mit 42 Fällen zum Üben, Notfallblatt und Codewort-Karten.
268 Seiten · 24,90 € · erschienen am 23. Oktober 2026 bei BoD · ISBN 978-3-6963-6145-7
Über den Autor
Tobias Kremp ist seit vielen Jahren im Polizeidienst tätig. Er kennt die Maschen der Täter und weiß, wie überzeugend sie heute klingen können. Als freier Autor schreibt er über Betrug, Manipulation und den Schutz davor und veröffentlicht regelmäßig in Fachmedien. Mit diesem Buch wendet er sich zum ersten Mal an die Generation 60+.
Seine Inhalte spiegeln seine persönliche Einschätzung wider und stellen keine offiziellen behördlichen Stellungnahmen dar.
Pressekontakt und Bildmaterial
Tobias Kremp · kontakt@digitale-enteignung.de · digitale-enteignung.de/hey-omi
Größere Fassungen und Rezensionsexemplare gibt es auf Anfrage per E-Mail.
Quellen
Alle 4 Quellen anzeigenQuellen ausblenden
- Bundeskriminalamt, Polizeiliche Kriminalstatistik 2025, über dpa: „Schaden durch falsche Polizisten stark gestiegen“, Tagesspiegel, 06.08.2026, tagesspiegel.de.
- FBI, Internet Crime Complaint Center, „Criminals Use Generative Artificial Intelligence to Facilitate Financial Fraud“, 03.12.2024, ic3.gov.
- INTERPOL, „INTERPOL report warns of increasingly sophisticated global financial fraud threat“, Global Financial Fraud Threat Assessment, 16.03.2026, interpol.int.
- Polizeiliche Kriminalprävention der Länder und des Bundes, „Schockanrufe: Panikmache am Telefon“, 02.07.2026, polizei-beratung.de.