DEX (Decentralized Exchange)
Handelsplatz für Krypto-Werte ohne zentralen Betreiber und ohne klassisches Kundenkonto. Der Tausch läuft direkt über Smart Contracts. Damit fehlt die Stelle, an der eine Aufsicht ansetzen oder ein Ermittler Auskunft verlangen könnte.
Abgrenzung
Eine DEX ist eine Anwendung innerhalb von DeFi. Der Unterschied zu einer zentralen Börse zeigt sich an drei Stellen: Es gibt kein Kundenkonto, der Nutzer behält seine Werte bis zum Tausch in der eigenen Wallet, und der Handel läuft gegen einen Liquiditätspool statt gegen ein Orderbuch. Ein Nested Exchange ist das Gegenstück: ein Anbieter, der auf den Konten einer zentralen Börse aufsetzt und dort die Identitätsprüfung umgeht. Auch eine DEX kann einen Betreiber haben, etwa das Team hinter der Oberfläche oder die Inhaber eines Steuerungs-Tokens.
Was für Ermittler bleibt
Der Tausch auf einer DEX ist auf der Blockchain vollständig sichtbar, oft besser als auf einer zentralen Börse, wo interne Buchungen die Kette verlassen. Sichtbar ist allerdings nur die Adresse, keine Person. Der Ansatzpunkt liegt deshalb vor und nach dem Tausch: bei der Einzahlung von einer zentralen Börse, beim Off-Ramp in Fiat-Geld oder beim Betreiber der Oberfläche, der Nutzungsdaten haben kann. Die MiCA-Verordnung erfasst Angebote, die einen Intermediär haben, und lässt vollständig dezentrale Angebote außen vor.
Quellen
FATF, Updated Guidance for a Risk-Based Approach to Virtual Assets and VASPs (Oktober 2021). Verordnung (EU) 2023/1114 (MiCA), Erwägungsgrund 22 und Artikel 3. FATF, Targeted Update 2026.
Im Nachschlagewerk
Das Werk behandelt DEX im Eintrag zu DeFi (II.20) und in den Einträgen zur Transaktionsanalyse in Kapitel IV, mit Erkennungsmerkmalen für Tauschvorgänge gegen Liquiditätspools und der Frage, welche Stelle im Ablauf für ein Auskunftsersuchen in Betracht kommt.
→ Vertiefung: Blockchain verstehen (Whitepaper)Fragen zu diesem Begriff
Was ist eine DEX?
Handelsplatz für Krypto-Werte ohne zentralen Betreiber und ohne klassisches Kundenkonto. Der Tausch läuft direkt über Smart Contracts. Damit fehlt die Stelle, an der eine Aufsicht ansetzen oder ein Ermittler Auskunft verlangen könnte.
Wovon ist eine DEX abzugrenzen?
Eine DEX ist eine Anwendung innerhalb von DeFi. Der Unterschied zu einer zentralen Börse zeigt sich an drei Stellen: Es gibt kein Kundenkonto, der Nutzer behält seine Werte bis zum Tausch in der eigenen Wallet, und der Handel läuft gegen einen Liquiditätspool statt gegen ein Orderbuch. Ein Nested Exchange ist das Gegenstück: ein Anbieter, der auf den Konten einer zentralen Börse aufsetzt und dort die Identitätsprüfung umgeht. Auch eine DEX kann einen Betreiber haben, etwa das Team hinter der Oberfläche oder die Inhaber eines Steuerungs-Tokens.
Was bleibt Ermittlern bei einer DEX?
Der Tausch auf einer DEX ist auf der Blockchain vollständig sichtbar, oft besser als auf einer zentralen Börse, wo interne Buchungen die Kette verlassen. Sichtbar ist allerdings nur die Adresse, keine Person. Der Ansatzpunkt liegt deshalb vor und nach dem Tausch: bei der Einzahlung von einer zentralen Börse, beim Off-Ramp in Fiat-Geld oder beim Betreiber der Oberfläche, der Nutzungsdaten haben kann. Die MiCA-Verordnung erfasst Angebote, die einen Intermediär haben, und lässt vollständig dezentrale Angebote außen vor.
Kremp, Tobias: DEX (Decentralized Exchange). In: Glossar der digitalen Finanzkriminalität, digitale-enteignung.de, Stand September 2026. https://digitale-enteignung.de/glossar/dex