Kryptowährungen sind längst in der Fallbearbeitung angekommen. Die Anzeige wegen Anlagebetrugs, bei der das Opfer von seinem Bankkonto an eine vermeintlich reale Trading-Plattform überwiesen hat. Die Wohnungsdurchsuchung, bei der ein Zettel mit zwölf handgeschriebenen Wörtern am Kühlschrank hängt. Der Verdachtsfall in der Bank, bei dem ein Kunde binnen drei Wochen 45.000 Euro an eine Kryptobörse transferiert. Wer solche Sachverhalte bearbeitet, kommt mit einem belastbaren Grundverständnis aus. Es genügt, um die richtigen ersten Schritte zu gehen und die richtigen Fragen zu stellen.
Dieses Whitepaper erklärt die Grundlagen so, dass sie hängen bleiben: mit Bildern aus dem Alltag, anhand realitätsnaher Fälle und mit neun Schaubildern zum Wiedererkennen. Am Ende stehen eine Checkliste für die ersten 24 Stunden und ein Glossar mit den 20 wichtigsten Begriffen.
Die Blockchain zeigt das Wohin, die Börse kennt das Wer.
- 01Warum dieses Papier: Krypto ist Alltag geworden
- 02Was eine Blockchain ist: das gläserne Kassenbuch
- 03Eine Transaktion lesen: fünf Angaben, die alles sagen
- 04Zwei Buchungslogiken: Geldscheine gegen Girokonto
- 05Wallet, Private Key, Seed Phrase: der Generalschlüssel
- 06Adressen erkennen und im Block Explorer prüfen
- 07Pseudonymität: warum die Spur bleibt
- 08Muster der Verschleierung: Peel Chain, Mixer, Chain Hopping
- 09Die Börse als Schlüsselstelle: KYC und Auskunftsersuchen
- 10Ein Fall von Anfang bis Ende: „Sandra M. und die Trading-App“
- 11Checkliste: die ersten 24 Stunden
- 12Glossar: 20 Begriffe, die man kennen muss
Geschrieben ist das Papier für Polizeibeamte im Streifen- und Ermittlungsdienst, Staatsanwälte, Finanzermittler sowie AML- und Compliance-Verantwortliche bei Banken, Fintechs und Zahlungsdienstleistern. Ein durchgehendes Fallbeispiel führt vom ersten Kontakt über die Einzahlungen bis zu Auswertung und Sicherungsmaßnahmen. Sämtliche Fallbeispiele, Namen und Beträge sind frei erfunden.
Version 2.0 vom Oktober 2026 ersetzt die Erstausgabe vom Juli 2026. Kapitelfolge und Fallbeispiele bleiben erhalten. Die Texte sind gestrafft, neun nummerierte Schaubilder führen durch die Kapitel.
Tobias Kremp schreibt als unabhängiger Fachautor (Art. 5 GG). Seine Beiträge geben seine persönliche Einschätzung wieder und stellen keine offiziellen behördlichen Stellungnahmen dar. Sie ersetzen keine Rechtsberatung.