Bundeslagebild Cybercrime
Bundeslagebild Cybercrime. Jährlicher Bericht des BKA.
Definition
Das Bundeslagebild Cybercrime ist ein Lagebericht, kein Statistikwerk. Es fasst die polizeiliche Erkenntnislage zu Cybercrime in Deutschland zusammen, nutzt PKS-Daten als eine von mehreren Quellen und ergänzt sie um Fallbeispiele, Phänomenbeschreibungen, Täterstrukturen und Bewertungen. Es erscheint in der Regel im zweiten Quartal für das Vorjahr.
Erscheinungsform in der Praxis
Das Bundeslagebild 2025 behandelt Cybercrime im engeren Sinne (Schlüssel 897000) als Kern und stellt dabei Inlandstaten (2025: 126.034 Fälle, minus 4,1 Prozent) und Auslandstaten (207.888 Fälle) zusammen dar, insgesamt rund 335.000 Fälle. Phänomene des weiteren Sinnes greift es auf, soweit sie aus polizeilicher Sicht bedeutsam sind. Anlagebetrug gehört nicht zu seinem Kern; die Schlüssel des Betrugs nach §263 StGB stehen außerhalb von 897000.
Der Wert des Lagebilds liegt in dem, was die PKS nicht kann: Täterstrukturen, Modus Operandi, internationale Kooperationsergebnisse, Bewertung von Trends. Sein Nachteil liegt in der Auswahl. Was im Lagebild steht, hat das BKA für berichtenswert gehalten. Was fehlt, fehlt ohne Begründung.
Praktische Hinweise
Das Lagebild ist als Quelle zitierfähig, aber mit Angabe der Seite und mit Kenntlichmachung, ob es sich um eine PKS-Zahl, eine Schätzung oder eine Bewertung handelt. Alle drei kommen darin vor, teils im selben Absatz. Für Fallzahlen ist die PKS-Tabelle die Primärquelle, das Lagebild die Sekundärquelle.
Abgrenzung
Das Bundeslagebild Cybercrime ist zu unterscheiden vom Bundeslagebild Organisierte Kriminalität, vom Bundeslagebild Wirtschaftskriminalität und vom FIU-Jahresbericht. Anlagebetrug kann in allen vieren auftauchen, jeweils aus anderer Perspektive.
Quelle
Kremp, Tobias: Typologien digitaler Finanzkriminalität. Ein Nachschlagewerk. Fassung 2.1, Stand September 2026, Eintrag V.13. Online: https://digitale-enteignung.de/glossar/bundeslagebild-cybercrime
Fragen zu diesem Begriff
Was bedeutet Bundeslagebild Cybercrime?
Das Bundeslagebild Cybercrime ist ein Lagebericht, kein Statistikwerk. Es fasst die polizeiliche Erkenntnislage zu Cybercrime in Deutschland zusammen, nutzt PKS-Daten als eine von mehreren Quellen und ergänzt sie um Fallbeispiele, Phänomenbeschreibungen, Täterstrukturen und Bewertungen. Es erscheint in der Regel im zweiten Quartal für das Vorjahr.
Was ist bei Bundeslagebild Cybercrime in der Praxis zu beachten?
Das Lagebild ist als Quelle zitierfähig, aber mit Angabe der Seite und mit Kenntlichmachung, ob es sich um eine PKS-Zahl, eine Schätzung oder eine Bewertung handelt. Alle drei kommen darin vor, teils im selben Absatz. Für Fallzahlen ist die PKS-Tabelle die Primärquelle, das Lagebild die Sekundärquelle.
Wovon ist Bundeslagebild Cybercrime abzugrenzen?
Das Bundeslagebild Cybercrime ist zu unterscheiden vom Bundeslagebild Organisierte Kriminalität, vom Bundeslagebild Wirtschaftskriminalität und vom FIU-Jahresbericht. Anlagebetrug kann in allen vieren auftauchen, jeweils aus anderer Perspektive.
- HardcoverErste Ausgabe 2026, 248 Seiten, ISBN 978-3-6967-6404-3. Stand der Ersten Ausgabe 2026.59 €
Preis inkl. MwSt.